Warum KlinStrucMed?

2 Stipendiaten der mittlerweile 5. Förderperiode berichten: Klinische Forschung ist in aller Munde. Nicht zuletzt die Einführung des „Clinician Scientist“ zeigt wie aktuell der Bedarf ist junge Mediziner für die klinische Forschung zu gewinnen, indem geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es ermöglichen entsprechende Forschung parallel zum Klinikalltag zu betreiben. Aber wieso mit der klinischen Forschung erst bis zum Abschluss des Studiums warten? Die Else Kröner Fresenius Stiftung ermöglicht durch finanzielle Unterstützung, dass Medizinstudierende im klinischen Abschnitt ihres Studiums dissertieren und somit die klinische Forschung vorantreiben können.

Wie sind wir zum KlinStrucMed Programm gekommen? Jedes Jahr im Februar gibt es bei uns an der MHH eine Informationsveranstaltung, die sowohl das eher laborbasierte StrucMed, sowie das KlinStrucMed Programm vorstellt. Neben den Leitern der jeweiligen Programme, stehen auch ehemalige Stipendiaten für alle Fragen zur Verfügung. Wir haben mit vielen Kommilitonen aus den vorangegangenen Jahrgängen gesprochen, welche sehr positiv von der Erfahrung berichtet haben. Die Betreuung sei hervorragend und solch ideale Bedingungen im späteren Berufsleben eher nicht mehr vorzufinden. Die gute Strukturierung schaffe die Sicherheit in einem absehbaren Zeitraum das Projekt zu beenden und wieder in das Studium einzusteigen. Abgesehen davon spricht die Anzahl der seit 2015 erfolgten Dissertationen und Publikationen für das Programm.

Was hat uns zu einer Bewerbung motiviert? Neben der positiven Resonanz aus höheren Jahrgängen, bestand auch der Wunsch nach 3 Jahren v. a. theoriebasiertem Studium einmal etwas ganz anderes zu machen. Uns lockte der Gedanke eigenständig praktisch zu arbeiten, ganz neue Erfahrungen zu sammeln und mit dem Bereich der klinischen Forschung noch einen weiteren Bereich der universitären Medizin kennenzulernen.

Wie lernen die Stipendiaten die Projekte kennen? Ein großer Vorteil des KlinStrucMed Programmes ist die öffentliche Projektvorstellung im April. Dort stellen sich Projektleiter aus den verschiedensten Abteilungen mit ihren Projekten vor. Neben der Chirurgie und der Inneren Medizin sind zumeist auch die Dermatologie, Neurologie, Pädiatrie und viele weitere Fachrichtungen vertreten. Zusätzlich zu detaillierten Informationen zu dem Projekt, hat man so die Chance Fragen zu stellen und Kontakt zu den Projektleitern aufzunehmen. Aus diesem Kontakt kann bei Interesse beider Seiten zum Beispiel eine Laborführung, oder ein Probearbeitstag auf Station, in der Ambulanz oder im OP entstehen. Die Projekte selbst werden schon im Voraus durch das Komitee hinsichtlich diverser Kriterien, wie etwa der zeitlichen und finanziellen Realisierbarkeit überprüft.

Wie habe ich mein Projekt gefunden? Anna: Ich kann mich schon seit vielen Jahren für die Unfallchirurgie begeistern, sodass für mich eigentlich kein Zweifel darin bestand auch ein Projekt in dieser Abteilung zu wählen. Ich suchte mein Projekt auch mit dem Hintergedanken aus, die Zeit zu nutzen um das Spektrum der Unfallchirurgie auch über mein spezifisches Projekt hinaus näher kennenzulernen, klinische Erfahrung zu sammeln und am Klinikalltag Teil zu haben.

Was erwarte ich von dem Programm? Kinan: In erster Linie erwarte ich ein gut strukturiertes und spannendes Projekt und ein gute Betreuung durch den Projektleiter. Darüber hinaus ist mir wichtig eine gute Aussicht auf eine erfolgreiche Promotion zu haben, welche im Idealfall mit einer Publikation einhergeht. Ich hoffe auch auf einen Einblick in die medizinische Forschung, denn ich möchte aus diesem Bereich neue Erfahrungen und Fähigkeiten gewinnen.

Was bedeutet das Programm für meine Karriere? Anna: Das Programm bedeutet für mich schon frühzeitig einen Eindruck von der wissenschaftlichen Arbeit zu bekommen, von dem ich später im Rahmen weiterer klinischer Forschung profitieren kann. Es zeigt mir Einblicke in meine Gastabteilung, in der ich aktuell viele Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen kann und von der ich mir sehr gut vorstellen kann, dort später einmal beruflich tätig zu werden. Kinan: Meiner Meinung nach ist der Dr. med für die spätere medizinische Laufbahn von großem Wert. Das gilt sowohl für die Beschäftigung an einer Uniklinik als auch für eine mögliche Niederlassung. KlinStrucMed setzt das ehrgeizige Ziel ein Paper zu veröffentlichen. Eine solche Publikation stellt einen hervorragenden Einstieg in eine spätere Tätigkeit in der klinischen Forschung dar. Vor allem ist aber für mich von Wert, dass ich durch die Erfahrungen besser einschätzen kann in welchem Tätigkeitsfeld ich später arbeiten will und ob und wieviel Forschung ich betreiben möchte.

Anna und Kinan

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